november rain

Es regnet und regnet und regnet. In meinen Ohren habe ich meine Mutter („So ein Mistwetter!“), meine Freundin (“ Ich brauch Sonne!!!“) und die Frau vom Bäcker („Machen Sie das Beste aus dem Wetter…“).

Aber ich bin gerade so glücklich. Meine beiden Jungs haben Bombenlaune. Der Große flitzt schon den ganzen Tag glücklich durch die Wohnung. Wir haben zu zweit eine Ersatzlaterne für den Martinsumzug morgen gebastelt, weil seine beim Krabbelstubenlaternenfest dem Regen zum Opfer gefallen ist. Die Ersatzlaterne, ein mit Servietten-Pappmaché beklebter Ballon, hängt gerade über der Heizung und trocknet. Dabei hat er sich die Haare mit dem Kleister so sehr eingeschmiert, dass er schon vor dem Mittagessen in die Badewanne musste, sehr zu Freude seines kleinen Bruders, der dann auch gleich mitbaden konnte. Das geplante Mittagessen musste ausfallen: Es sollten Tiroler Rouladen mit Knödeln und Rotkohl auf dem Tisch stehen, ganz sonntäglich angemessen mit Kerzen und so…naja, Papa hatte die Knödel vergessen, Spaghetti fanden wir unpassend, also gabs Eierpfannkuchen mit Apfelmus, Zimt und Zucker. Beim Backen hab ich mir das Schienenbein am Geschirrspüler angehauen und den Finger an der Pfanne verbrannt.

Aber der Vormittag war schrecklich schön. Diese chaotisch beklebte Laterne, der Duft der Pfannkuchen, das leise Regenprasseln, das Lachen der beiden Jungs. Ich mag den Herbst. Bin glücklich.

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