andere Familien, andere Tage

Schnupfen. Schmerzen. Übelkeit von Schmerztabletten…das alles hat dann doch gereicht, um Papa Darling zuhause zu behalten, damit er den Kleinen hütet, nachdem der Große in der Krabbelstube angekommen ist. Nach ein wenig Schlafnachholzeit und Kuscheln mit dem Kleinen, hatte ich Zeit, Blogs anzugucken. Himmel, was kriegen diese vielen Mamas alles in einen Tag? Ich bin in einer 12-von-12-Oper gelandet. Eine superschöne Idee: am 12. eines Monats veröffentlicht man von  diesem Tag 12 Bilder. Und als begeisterte über-die-Schulter-Guckerin habe ich mich beinah verirrt in all diesen Tagen anderer Familien.

Die Frage bleibt: wie kriegt ihr das alles in einen Tag?

Gut, manche haben wohl ab und zu oder regelmäßig freie Vormittage (oh wow…) und können diese Zeit dann nutzen, um kreativ zu sein oder auf den Markt zu gehen oder oder oder. Aber diese Zeit haben doch nicht alle? Wahnsinn…

Und: trinken wirklich alle Kaffee? Überall wunderschön fotografierte Kaffeetassen (mit supergesundem Frühstück…). Ich mag keinen Kaffee, nur die Bilder von Kaffeetassen. Ich hab während meines interims-Germanistik-Studiums versucht, Kaffee-trinken zu lernen, aber ich musste so viel Zucker in den Latte Machiato schütten, dass ich mir besser gleich ne heiße Schokolade bestelle (je nach seelischer Bedürftigkeit gerne mit Sahne). Macht der Kaffee den Unterschied? Wird der Tag länger mit Kaffee? Oder wird man selbst schneller?

Ich zweifle meistens nicht an mir und meinen Fähigkeiten. Manches gelingt mir regelmäßig sehr gut, anderes hapert eine Weile vor sich hin und bei einigem ahne ich nach dem ersten Ausprobieren, dass es mir nicht gut tut (verschiedene sichere Passwörter ausdenken zum Beispiel, man hab ich mich darin schon verheddert). Ich bin stolz wie Oskar, wenn ich es schaffe, mit beiden Jungs zuhause Muffins zu backen und zu essen. Oder dem Großen beim Malen zu assistieren. Aber Einkaufen, Malen, Mittagessen, Backen, Kinder holen und wegbringen, Outfit stylen…davon träume ich nicht mal.

Wenn ich mit dem Kleinen zuhause bin, Zieh ich einen Riesenpulli an und putz mir die Zähne. Wenn wir dann zusammen rausmüssen, trag ich ne Mütze. Aus Prinzip. Wenn der Große wieder hier ist, können wir backen ODER malen ODER auf den Spielplatz gehen (mit Mütze). Und wenn ich müde werde, toben wir auf dem großen Bett. Oder der Große tobt, der Kleine lacht und Mama guckt zu.

Mensch, ich war schon von mir hingerissen, als ich es nach 6 Monaten endlich mal schaffte, dem Kleinen selbst einen Brei zu kochen und nicht aufs Gläschen zurückzugreifen. 

Ändert sich vielleicht meine eigene Perspektive, wenn ich 12 Fotos von meinem Tag mache? Ich glaube, ich probiere das morgen mal aus…

 


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