12 von 12 im November

Derzeit wird mein Blog nicht so eng beschrieben, wie ich es eigentlich gerne hätte. Tatsächlich gehört es nämlich zu den Recreation-Faktoren meines Lebens und sollte mir wichtiger sein. Was heißt sollte: es ist mir so wichtig geworden, dass ich genauer darüber nachdenke, mein Profil zu schärfen oder eben genau das nicht. Ich überlege, mutig zu sein, oder eben nicht. Ich denke über ein zweites Blog nach. Oder eben nicht…und ich überlege deshalb so viel, weil für mehr als überlegen irgendwie der Raum nicht da ist.

Aber weil ich sonst keinen Rhythmus mitmache und die 12 von 12 so schön finde, kommen mit ein paar Stunden Verspätung meine Bilder. Alléz!

 

Der Morgen begann mit dem Bedürfnis der Kinder, Küchenutensilien in der Wohnung zu verteilen.

Ist gerade das liebste Hobby. Ist auch für mich schön. Immer wieder. Löffel-suchen oder Messbecher-Hockey. Wo ist das Muffinblech? Ach, ich hörs gerade…
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Das ist meine Seite vom Bett. Die Zen-Seite. Papasch hat das Fenster und viel Platz. Ich hab es zwar eng aber dafür leergefegt. Ich träume eigentlich von einem ganz weißen Schlafzimmer mit nur einem Farbakzent. Ein Raum, der nur zu Ruhe einlädt (oder zumindest von nix ablenkt, was sonst in einem Bett so…naja…also beispielsweise keine Wäscheständer im Schlafzimmer!). Mit hellem Boden, Yoga-Bereich…ach, ich träume…

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Unsere Jungs beschlossen heute, nicht in die Krabbelstube zu wollen. Der eine mit der Berechtigung „wunder Popo“ << sowas kann ich echt niemand anders pflegen lassen. Und der andere mit einem Anflug von Herbstblues. Ok, einatmen, ausatmen.

Papasch hat mit beiden gespielt, bis ich mich sortiert habe, dann waren der Große und ich auf dem Markt (davon gibts leider keine Bilder, habsch vergessen). Aber dafür wurde wieder klar: doch die Kinder mögen ihre Kinderküche. Nur finden sie unsere große Küche halt toller, weil da mehr passiert als in der Kleinen. Nunja, ich hab mich früher auch geärgert, dass mein Ofen nicht wirklich backen konnte…

 

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Nach dem Marktbesuch sollten die Jungs eigentlich mit Papasch in die Stadtbibliothek gehen (hab ich erwähnt, dass er gestern und heute ein paar von den wenigen freien Tagen hatte und die er sich auch anders hätte vorstellen können?). Aber k1 bemerkte bestimmt: „Nein, bleiben bei Mama. Muss kochen. k2 geht mit Papasch ‚biothek!“

Wieder blieben keine Fragen offen…außer: warum zum Henker kaufe ich diese blöden La Ratte Kartoffeln immer noch?!? Ja, sie sind grausig lecker aber dieses Schälen!…Ein Obergraus! K1 hilft zwar immer beim schneiden und darf inzwischen auch ein scharfes Messer benutzen (zumindest wenn k2 nicht da ist), aber heute meinte er es besonders gut. Ich schälte und schälte und beantwortete seine Fragen und erst bei der vorletzten Kartoffel sah ich, dass er die Hälfte der Kartoffeln in Würfel mit 5mm Kantenlänge gesäbelt hat. Es klappte einfach so gut mit dem Schneiden…ja…tolles Kind…dann eben zwei Töpfe mit Kartoffeln. Einer mit 8min Garzeit und einer mit 14min….einatmen, ausatmen…
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Essen im Ofen. Nach etwa 2h Vorbereitung (ich empfehle definitiv nicht, Kartoffel-Romanesco-Gratin zu machen, wenn man von dem Tag noch was haben will!) stehen die beiden Schüsseln im Ofen. Eine mit Kartoffeln und Romanesco nebeneinander und eine gemischt. Die kleinen Gourmets entscheiden ganz gern selbst, welchen Teil des Essens sie wirklich essen möchten und dem trage ich gerne Rechnung. Schließlich soll Essen ja auch Genuß sein! Klappt auch gut…ich schummel das Gemüse einfach immer an anderen Stellen rein, wo es nicht so deutlich hervorsticht. :))

 

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Während der Garzeit, in der ich eigentlich mit k1 ein Buch lesen wollte, klingelte unser Vermieter. Papasch hatte ihm erzählt, dass die Heizung bei k2 nicht richtig warm wird, und der gute Mann kam sofort mit seiner gesamten Lebenserfahrung und einem Entlüftungsschlüssel.. Also: wir wohnen direkt über ihm und seiner Frau. Hat Vorteile, wie in diesem Punkt, aber auch Nachteile, wie in viiiiiielen anderen Punkten.

Auf jeden Fall freute sich k1 über den Mann im Haus, der auch noch Werkzeug benutzte. Dolle Sache.

 

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Das nächste Bild zeigt unser Gratiniertes Gemüse-Kartoffel-Gemisch. Meine absolute Leibspeise derzeit. Die Béchamel wird durch eine Zwiebel mit einer Nelke drin, Muskat und einem halben Lorbeerblatt ganz wunderbar fein. Und der Käse, den ich auf dem Mart dazu empfohlen bekommen habe, lässt mein Herz hüpfen. Wunderwunderbar…

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Nach dem Mittagsschläfchen mussten wir noch Restteig verwerten. Wir hatten am Sonntag angefangen, Herbstplätzchen zu backen, weil wir auf unserem letzten Ausflug zum gelb-blauen Möbelhaus wunderbare Förmchen für Plätzchen gefunden hatten. Fuchs, Schnecke, Igel, Elch, Eichhörnchen…einfach super! Und da ich ja ein Faible für Skandinavien habe und ein echt schwedisches Familien-Rezept für Pepparkakor hüte und bewahre, war klar, was wir machen. Die tollsten Pepparkakor der Vorweihnachtszeit ever!

(Pepparkakor sind die familienfreundlichsten Plätzchen wo gibt! Vegan und als Teig schon unverderblich, so dass wirklich gut in Etappen gebacken werden können! Sie halten sich demzufolge auch ewig in einer Keksdose und bilden eine Super-Ergänzung zu all den doch eher süßen Plätzchen.)

 

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Und wenn sie gebacken sind, sehen sie dann so aus, solange sie noch da sind. 🙂

 

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Papasch und k2 haben in der Stadtbib Bücher ausgeliehen. Ich kriege zwar immer etwas Bauchweh, weil beide Jungs den Hang zum überschwänglichen Lesen haben, und ich um die Bücher fürchte, aber gut: wir lernen alle dazu und schlimmstenfalls müssen wir das Buch ersetzen und besitzen dann ein kaputtes Buch mehr.

Psst: dass ich eine komplette Leo Leonni Sammlung habe, die schon gar nicht mehr gedruckt wird, brauche ich ja niemandem sagen…schließlich bin ich eine SozPäd. Da ist das Pflicht! Aber Cornelius als einzelnes Buch macht auch was her…:)

 

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Der Rest des Tages verschlich sich ebenso wie er begann. Die Jungs testeten unsere Grenzen (ein bomben Hobby in unserer Familie derzeit) und wir wurden immer erschöpfter. Vor allem ich, fürchte ich. Dabei machten sie nichts wirklich kaputt und ließen sich auch kurz aufs Tanzen und Singen ein…Apfelbaum, kleines Haus, Häschen in der Grube…wir haben ein ordentliches Repertoire inzwischen.

 

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Ich habe Pause machen dürfen. Für etwa 40min versteckte ich mich unter meiner Kunstnerz-Decke und hörte dem Treiben draußen zu. Es klang für mich ganz schlimm. Ich lag ganz still und las nur ein kleines bißchen in den Zeitungen, die hier zum lesen liegen….und liegen…und liegen…eigentlich wollte ich heute für eine andere Mama eine Zeitung kaufen, aber es ging nicht.

 

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Eigentlich wollte ich Wäsche waschen…eigentlich…eigentlich fürchte ich, ich habe eine neue Aufgabe bekommen: Dame in Schwarz, Du warst zwar nicht eingeladen, aber wo du schon mal da bist, nimm Dir doch einen Keks.

 

Noch mehr 12v12 findet ihr bei draußen nur Kännchen. Viel Spaß beim Stöbern!

 

Minusch

 

 


6 Gedanken zu “12 von 12 im November

  1. Liebe Minusch,

    ich schau‘ so gerne 12von12! Wie schön, dass du mitgemacht hast. Deine Bettseite lädt wirklich zur Ruhe und zum Verweilen ein. Ich selbst brauche es auch ’still‘ um mich herum, damit ich gut schlafe. Alles zusammen (Bett, Bilder, Kommode, …) gefällt mir ausnehmend gut. 🙂 Vielleicht klappt es ja irgendwann mit einem Yoga-Bereich.

    Viele liebe Grüße (und hab Dank für den Keks! ;)),
    Frl. Fuchs

    1. Danke für das Kompliment…:) wie sieht denn deine Bettseite aus?…

      Ja, der Yoga-Bereich…wenn ich mal „groß“ bin…gerade sind einfach mal wieder und wie immer andere Dinge vordringlich. Aber wir leben um zu lernen und Träume brauchts ja auch.

      Ich hoffe, es war dir nicht zu viel, einen Fuchskeks gewidmet zu bekommen. 😉 ist auch sicher kein Tier drin.

      Minusch

      1. Meine Bettseite ist ebenfalls sehr ruhig. Ich hab einen Stuhl neben dem Bett, auf dem meine Lampe, eine Uhr und ein bisschen Kleinkram liegen. Außerdem ein Teppich vor dem Bett, damit ich morgens nicht friere. 😉 Und eine Kommode mit Socken, Wäsche, etc. Vielleicht mache ich nachher mal ein Bild.
        Über den keks hab ich mich sehr gefreut! Ich habe die Ausstechformen auch und plane, am Wochenende ebenfalls zu backen.

        Frl. Fuchs

      2. einen Teppich wollte ich mir schon häkeln…einen ganz schmalen, den ich dann vors Bett legen wollte…der liegt jetzt in 10cm Länge unterbrochen in einem großen Korb.
        nunja
        danke für dein Bild! die Feen-Tür ist ganz zauberhaft.

        ich sende liebe Grüße aus dem Sonntag! :))

        Minusch

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