tabus trennen mich von dir

hinter dem spiegel scheint mein leben zweidimensional in ordnung

ich denke, handle, ich bin

ich koche selbst und wäre so gern bekocht. ich schreibe. ich bastle

und ich wäre so gern gelassen

ich würde mich so gerne lassen

und ich würde gern gelassen werden

im tag schnurrt meine linke hand der rechten entgegen

jeder blick wird aufgefangen

jeder ruf gehört

und ich denke an:

geld für essen

geld für ausflüge

geld für die straßenbahn

geld für babysitter

geld für kino

geld für theater

geld für blumen…

geld für die miete, den strom, das gas, das telefon

und meine hände backen kuchen. sie legen wäsche zusammen. meine hände streicheln kleine köpfe

meine beine knien und kreuzen und wippen und bilden nester

meine arme tragen

mein rücken schmerzt

und wieder denke ich an:

geld für massagen

geld für kaffee-trinken-gehen

geld für den traum

geld für glitzernde kostbarkeiten

die bilder zeigen ein leben

wir leben hier ein leben

zwischen den glasschichten bekommt es substanz

glaub mir

wir sind uns ähnlich


2 Gedanken zu “tabus trennen mich von dir

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