alleinerziehend leben

sooooo…inzwischen bin ich 16 Monate mit den Jungs allein in dieser Wohnung und ziemlich genau ein Jahr ohne jede Unterstützung durch den Vater der Kinder. er will weder Umgang noch Unterhalt zahlen (oder mehr arbeiten, um seinen Kindern Unterhalt zahlen zu können). es ist ein regelrechter Klassiker, wenn ich den Berichten anderer alleinerziehender Mütter auf ihren Blogs glauben darf. ich fühle mich auch nicht als Einzelfall, den es besonders hart getroffen hat. wobei das für die Kinder wohl anders aussieht: ohne Erklärung den eigenen Vater nicht mehr sehen/hören/spüren zu dürfen, obwohl er ja auch nicht tot ist, ist so unvorstellbar für mich, dass ich ganz demütig werde angesichts meiner Vorstellung von diesem Gefühl.

ein Jahr lang sind wir nun also zu dritt. seit einem Jahr verbringe ich jede Nacht allein mit den beiden. sie haben mich als primäre (und dringend festzuhaltende) Bezugsperson. darüber hinaus gibt es für die beiden den Kindergarten. der eine orientiert sich nach wie vor an den Erzieherinnen (hat aber auch damit zu tun, dass seine besten Freundinnen alle letztes Jahr eingeschult wurden), der andere hat ein fantastisches Netz aus Kumpels, die sich alle gegenseitig besuchen.

ich möchte über Praktisches schreiben. Einstellungen, Entscheidungen, Wege. wie ich dieses eine Jahr gestaltet habe. ich möchte darüber schreiben, um es fassbarer zu machen und um das, was ich gelernt habe, nicht verpuffen zu lassen. keine Frage: es macht einen Unterschied, ob in einer Familie zwei Erwachsene sind oder einer. es macht auch einen Unterschied, ob die Kinder ab und zu ein Umgangswochenende haben oder nicht. es macht einen Unterschied, ob das eigene Gehalt reicht, oder nicht. ob Unterhalt kommt, oder nicht. und es macht auch einen Unterschied, ob sich jemand auf all das vorbereiten konnte, oder nicht.

daher dieser Blogbeitrag. für die, denen es auch so geht, damit sie sich vielleicht wiederfinden. für die, denen das bevorzustehen scheint, damit sie konkrete Punkte zum orientieren haben. und für die Väter, die ihre Familien im Stich gelassen haben, damit sie lesen können, wie anders das Leben auf einer verkleinerten Familieninsel ist.

Notfall-Schokolade

das erste, was ich beschlossen habe, war: Notfallschokolade. ohne Witz. Schokolade ist eine Wunderwaffe. sie überbrückt Hungerattacken, bis wir zuhause sind. sie hebt die Laune. sie lenkt ab. sie versorgt das Gehirn kurzzeitig mit einem kleinen Glücksrausch. auch die Kinder in der Klasse, in der ich arbeite, kennen meinen Tick, eine Notfallschokolade für stressige Tage dabei zu haben. ja, Notfallschokolade kann auch zum Missbrauch verführen. aber ey: lieber ein paar Kilos mehr als dauergereizt durch den Tag. so seh ich das.
inzwischen bin ich wieder mehr bei mir und kann besser planen. aber im letzten Jahr haben wir mehr Schokolade/Bonbons/Gummiebärchen gebraucht, als sonst. und es ist in Ordnung für mich.

finanzielle Hilfe anschieben

nachdem ich schon kurz vor dem Auszug meines Mannes auf der Arbeit um eine Vertragsentfristung gebeten habe, um mir an dieser Stelle Sicherheit zu schaffen, wusste ich zwar, was ich verdienen werde und wie hoch das Kindergeld ist. aber ich wusste nicht, ob und wieviel der Vater der Kinder Unterhalt zahlen würde. dementsprechend habe ich auf genau diesem Stand alles beantragt, was beantragbar ist:
a) Wohngeld
b) Kinderzuschlag
c) Unterhaltsvorschuss
d) Leistungen zur Teilhabe
e) Hilfe zur Erziehung

zu a) Wohngeld wird gezahlt, um eine Aufstockung durch Hartz IV vermeiden zu können (schräg, oder?…aber in dem Fall prima). nötig ist dafür ein eigenes Einkommen, das eine bestimmte Höhe hat. die notwendige Höhe des Einkommens ermittelt sich über einen für mich nicht ersichtlichen Rechenweg und hängt auch mit den Wohnkosten zusammen. diese Leistung ist zuerst zu beantragen, weil sich daraus ergibt, ob nicht doch eine ALG II-Aufstockung subsidiär wäre.
mit einem Wohngeldbescheid gibt es in den meisten Kommunen Zugang zum Leistungspaket für Bildung und Teilhabe (d) und zur Tafel.
der Antrag ist sehr umfangreich. ich brauche etwa 2,5h, um den zu bearbeiten. er ist jährlich zu stellen.
die erste Berechnung des Wohngeldes hat in meinem Fall drei Monate gedauert, weil der Vater in den ersten zwei Monaten Geld überwiesen hat, aber nicht genau gleichviel und weil er bereits angekündigt hatte, ab dem dritten Monat nichts mehr zu zahlen. solche Situationen sind dem Wohnungsamt zwar bekannt, aber es gibt keine bürokratischen Abkürzungen. was hilft, ist Offenheit, was die eigene Situation angeht. klar benennen, wie es steht (ich hatte nach zwei Monaten ohne staatliche Hilfen keinen Cent mehr auf dem Konto). die Sachbearbeiter*innen wissen, worum es geht. viele waren selbst in der Situation oder sind eng verbunden mit Frauen, die in dieser Situation waren. unterschätz das nicht! Solidarität wirkt!

zu b) der Kinderzuschlag ergibt sich auch aus einer Berechnung des Einkommens. liegt das unter einer bestimmten Grenze, steht den Kindern ein fixer eigener Betrag zu, von dem Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss abgezogen werden. auch der Kinderzuschlag berechtigt zum Zugang zum Paket für Bildung und Leistung.
auch bei dieser Leistung dauert die Bearbeitung eventuell länger, weil sie nachgeordnet gezahlt wird. in Bezug auf die Kinder bedeutet das: wenn Du einen Antrag auf Unterhaltsvorschuss gestellt hast, dann brauchst Du erst den Bescheid, damit die Familienkasse den Kinderzuschlag berechnen kann. sie nehmen es sehr genau und zahlen nichts aus, bevor nicht alle anderen Baustellen geklärt sind.
der Antrag selbst ist sehr umfangreich. auch für den brauchte ich viel Zeit zur Bearbeitung, zumal dem eine Verdienstbescheinigung vom Arbeitgeber beigelegt werden soll.
der Kinderzuschlag wird jährlich bei der Familienkasse beantragt.

zu c) Unterhaltsvorschuss wird gezahlt, wenn das andere Elternteil keinen Unterhalt zahlt. er beträgt für Kinder bis 6 Jahre 155,-/Monat. ab 6 Jahren 204,-/Monat. die Sachbearbeiter*innen im Jugendamt sind sehr gründlich, was das angeht. sie überprüfen das andere Elternteil im Rahmen ihrer Möglichkeiten, weisen aber auch gleich darauf hin, dass sie nicht dieselben Möglichkeiten haben wie ein*e Rechtsanwalt*in als Stellvertretender*in in einem Unterhaltsstreit. der gezahlte Unterhaltsvorschuss ist seltsamerweise eine Leistung, die die Alleinerziehenden für ihre Kinder beantragen, aber von den anderen Elternteilen zurückzuzahlen sind. also, ich finde das seltsam, weil ich so einen Antrag für stellen kann, der dann einen anderen betrifft, aber gut. ich bin froh, dass es das gibt.

Unterhaltsvorschussbedürftigkeit wird einmal im Jahr überprüft. dafür gibt es einen zweiseitigen Fragebogen in unserer Kommune, auf dem ich versichern musste, dass sich nichts geändert hat und auf dem auch aktuelle Informationen zum anderen Elternteil abgefragt werden.
die Erstbearbeitung ging aber richtig, richtig schnell.

!!der Unterhaltsvorschuss kann nur gezahlt werden, wenn Du allein mit Deinen Kindern in der Wohnung gemeldet bist! solange der Vater der Kinder mitgemeldet ist, giltst Du nicht als alleinerziehend!!

zu d) das Paket zu Bildung und Teilhabe soll vor allem Kinder helfen, nicht als arm stigmatisiert zu werden. darin sind möglich: Zuschuss zum Mittagessen in Hort oder Schule, Zuschuss zum Sportverein, Zuschuss zu Schulbedarf, Zuschuss zu Ausflügen von Hort oder Schule, Zuschuss zu Klassenfahrten sowie Möglichkeiten zur Ermäßigung bei Kooperationspartnern.

wir bekommen Hilfe bei den Mittagsessenkosten, was wirklich toll ist. ich zahle 1,-/tatsächlicher Mahlzeit pro Kind und kann so prima planen. der Große finanziert über BuT sein Training und wir werden im August Geld für die Schulgrundausstattung bekommen.
darüber hinaus kann ich ermäßigt ins Museum, wir können die öffentlichen (Frei-)Bäder benutzen (hoffentlich wird das Nordbad schnell umgebaut!!!), es gibt eine Ermäßigung fürs Kino und noch ein paar einzelne Punkte, die wir noch nicht nutzen können.

zu e) wir haben schon vor der Trennung Hilfe zur Erziehung beantragt, weil auch unser gemeinsames Einkommen noch nie üppig war und wir dennoch Kindergarten-Kosten hatten. aufgrund der räumlichen Nähe haben wir uns sowohl im U3-Bereich als auch im Kindergarten für kleine Einrichtungen um die Ecke entschieden und waren mit den Entscheidungen sehr glücklich. über die Hilfe zur Erziehung kann Familien bei der Finanzierung eines solchen kostenpflichtigen Platzes geholfen werden. in unserem Fall bedeutete das, das wir eben nicht zu einem anderen (günstigeren) Träger wechseln mussten, sondern unsere Kinder dort betreut werden konnten, wo sie sich wohlfühlen und Freunde haben.
die Hilfe zur Erziehung wird jährlich beim Jugendamt beantragt. ab drei Kindern gibt es einen Antrag für Mehrkinderfamilien, der hier und da helfen kann.

mit Wartezeiten rechnen

stell Dich darauf ein, dass alles dauert. ich hab beispielsweise einmal ein veraltetes Antragsformular ausgefüllt und musste alles nochmal machen. die notwenigen Kopien kosten Zeit. nachfragen, wann denn mit einer Antwort zu rechnen wäre, kostet Zeit. ab dem Beginn Deines Lebens als Ae, dauert gefühlt alles länger, zumal so ein Aufwand so mal nebenher auch nicht ganz einfach zu managen ist.
ich hatte die Anträge schon vorgedruckt in einer Mappe, als der Vater meiner Kinder ausgezogen ist. ich habe mich lange im Vorfeld informiert, war bei Beratungsstellen und habe mich darauf vorbereitet, dass ich mich darum kümmern muss.

wenn alle Stricke reißen, hast Du als Ae die Möglichkeit, Dich jederzeit allein schon wegen Erschöpfung krankschreiben zu lassen. auch zählt eine Trennung (mit Kindern!) zu den lebensverändernden Ereignissen, die so tiefgreifend sind, dass eine Krankschreiben notwendig sein kann. Ärzte*innen wissen das. Du darfst das nutzen.

was mir nicht klar war: dass alle drei Anträge beim ersten Antrag drei Monate Bearbeitungszeit brauchen. das hat mich reinrasseln lassen. ich bin zwar weiter arbeiten gegangen und hatte mein Gehalt und Kindergeld und für zwei Monate den (reduzierten) Unterhalt des Vaters, aber der erste Monat der drei war Dezember und insgesamt gerechnet sind 1100,- Einkommen angesichts von 700,- Miete schon in der Relation arg knapp für drei Personen.

Familienbett

diese Entscheidung fiel mir richtig leicht: sobald den Jungs klar war, das Papa ausgezogen ist, schliefen sie bei mir im Bett. bis dahin war es so, dass beide etwa zur gleichen Zeit in ihren Zimmern geschlafen haben. es gab ein festes ins-Bett-bring-Ritual und beide Kinder schliefen grundsätzlich gut ein, wobei der Kleinere meist zwischen 4 und 5 ins Schlafzimmer gewandert kam.

mit dem Familienbett konnte ich diese nächtlichen Wanderungen beenden. wir sprachen jeden Abend über den Tag und lasen zu Anfang noch jeden Abend das Buch „klein“ von Sina Wirsen. mit dem Buch hatten wir angefangen, nachdem der Vater meiner Kinder mich so schlimm morgens zusammengeschlagen hatte und ich mir nicht sicher war, was die beiden mitbekommen haben. wir haben damals schon in diesem Buch gelesen und es immer wieder hervorgeholt, um reinzuschauen. es gab meinen Kindern Sicherheit im Umgang mit Erwachsenen. und ich konnte ihnen so immer wieder sagen, dass sie auch im Kindergarten über alles reden können, was hier zuhause vor sich geht. dass es keine Geheimnisse gibt. dass sie ihren Frau Trauchlichs (Figur der Erzieherin im Buch) auch sagen dürfen, wenn sie traurig sind.

bis jetzt ist es so, dass wir die Tage gemeinsam beenden. mir bedeutet ruhiger Schlaf selbst sehr viel und durch das Familienbett konnte ich den beiden ganz viel Nähe und Sicherheit geben. wir haben trotzdem zusätzlich große Betten für beide angeschafft, damit die Möglichkeit besteht, im eigenen Zimmer zu schlafen. aber das wollen sie noch nicht. zu dritt in dem großen Bett zu liegen bedeutet für uns drei, nicht allein zu sein. zu Anfang war es auch noch so, dass die Bettwäsche von Papa einen besonderen Wert hatte. gerade für den kleinen war es wertvoll, in der Bettwäsche vom Papa zu liegen.

Offenheit gegenüber Betreuungseinrichtungen

ich bin eine große Verfechterin von Transparenz. in alle Richtungen. ich habe von Anfang an die Erzieher*innen meiner Kinder ins Vertrauen gezogen und um Hilfe gebeten. so auch jetzt. ich hatte Gesprächstermine mit beiden Gruppen, habe die Gewalt zuhause beschrieben und die Umgangsregelung. ich habe beschrieben, wie die Kinder zuhause damit umgehen, welche Hilfen ich einbeziehe und wie es uns insgesamt geht. die Erzieher*innen haben so die Möglichkeit, emotionale Ausbrüche meiner Kinder anders zu verstehen und einzuordnen. ebenso könnten sie mich darauf aufmerksam machen, wenn in dieser Zeitspanne eine Verhaltensänderung auftritt. sie hätten sicherlich schneller das Gespräch mit mir gesucht, wäre eines der Kinder auffällig geworden (üblicherweise gehört zum Erkennen einer Verhaltensveränderung ja eine Beobachtungsphase…in unserem Fall hätten sie mich sicher einfach nach einer verkürzten Beobachtung informiert).
gerade wenn es um Näherungsverbote geht, muss der Kindergarten sowas ohnehin wissen (ein zwei-wöchiges Näherungsverbot kann durch die Polizei verhängt werden, wenn es um häusliche Gewalt geht).
aber auch darüber hinaus ist es wichtig für die Erzieher*innen, zu wissen, wie sie mit Situationen umgehen können, in denen auf einem Ausflug vielleicht der andere Elternteil auf dem Rad vorbei fährt.

was für mich gut war: meine Öffnung hat zu einer Öffnung meiner Gegenüber geführt und wir konnten sehr ehrliche Gespräche miteinander führen.

allerdings war mein Verhältnis zu den Menschen in diesem Kindergarten schon vorher positiv. vielleicht hätte ich mich anders verhalten, wenn der Umgang schon vorher distanzierter gewesen wäre. ich denke, dass müssen Eltern für sich selbst entscheiden.

Tränen

ich habe viel geweint. vor allem am Wochenende. das war zwar doof, weil wir alle drei aufeinander saßen, aber am Wochenende bin ich nunmal erschöpft und müde und dann brechen die Dämme schneller.
ich habe meinen Söhnen erklärt, dass mich auch sehr traurig macht, wie das hier gelaufen ist. dass ich das so nicht gewollt habe. und dass ich deswegen auch weinen muss.
ich habe mir angewöhnt, bergeweise Obst in der Küche zu haben. und wenn ich wusste, dass es länger dauern würde mit dem weinen, habe ich auch noch anderes zu Essen und zu Trinken bereit gestellt, den Kindern gesagt, dass ich jetzt eine Stunde weinen muss. allein. im Bett. und sie sollten spielen.
das hat in 80% der Fälle geklappt. und es hat jedes Mal gut getan.

na sicher habe ich den Kindern nichts davon erzählt, wie sehr ihr Vater mich quält. dass er sich geweigert hat, die Wohnung abzumelden. dass er keinen Unterhalt mehr zahlt. dass er sich an keinen Extrakosten beteiligt. dass er der Dame beim Kinderschutzbund erzählt hat, ich sei so schrecklich, dass er Angst habe, durch die Übergabesituationen Herzrhythmusstörungen zu bekommen. das hab ich für mich behalten. aber dass es mir nicht immer gut ging, wussten sie ja. und dass es weh tut, wenn jemand nicht mehr da ist, dass ist nachvollziehbar.

Reden

wir reden viel hier. mein Großer sowieso schon. der benennt alles und hat auch ein breites Vokabular um zu beschreiben. der Kleine hört bei emotionalen Themen gut zu. er beschreibt nicht so viel, aber er ist immer ansprechbar und kann mit seiner Mimik und Körperhaltung sehr viel mehr ausdrücken als sprachlich.

das zu dritt sein sorgt natürlich dafür, dass wir uns auch noch mehr aufeinander beziehen. an Wochenenden, Feiertags, oder wenn eins von uns krank ist, sind wir beieinander und teilen das. noch ist es auch so: wenn ein Kind zuhause bleibt, bleibt auch das andere. das führt einerseits dazu, dass es wenig Mama-Exklusiv-Zeit für die einzelnen Kinder gibt. aber: dafür erhöht sich die Sicherheit, was mir sehr sehr wichtig war. den beiden Kindern begegne ich in ihren individuellen Interessen ganz klar einzeln. und darüber hinaus gehe ich davon aus, dass die Möglichkeiten kommen werden.

„was geht?“

tha hardest part. was schaffe ich wirklich? was ist wirklich wichtig? wenn Du vorher eine Idee davon hattest, was geht, wenn wenigstens ab und zu jemand da ist, ändert sich jetzt alles. es geht nicht mehr ums Hangeln von Umgangswochenende zu Umgangswochenende. es geht um Marathon. worst case: 11 Wochen arbeiten von Oster- zu Sommerferien und alles abfangen, was aufläuft. alles regeln, was aufpoppt. und den Alltag auf einem level halten.

was ist das Alltags-level? was macht es mit mir, wenn ich nicht dazu komme, den Boden zu wischen? bin ich vielleicht abends gereizt, weil ich müde bin?

ich habe mir angewöhnt, mit den Kindern einzuschlafen. ja, mir wurde schon erklärt, dass ich mir damit mein bißchen Metime verballere, aber: ich schlafe. Leute, ich schlafe. ich bin etwa ein Jahr lang morgens um 5:20 aufgewacht, weil er mich 2016 im Mai um diese Zeit geweckt hat, um mich zu schlagen. diese Uhrzeit war ab da mit einem Adrenalinstoß verbunden. wenn ich um 20:00 mit den Kindern ins Bett gehe und um 5:20 aufwache, hab ich genug geschlafen. Alpträume verlieren ihren Schrecken, wenn ich ansonsten genug Schlaf bekomme. und wenn ich tatsächlich schon um 5 ausgeschlafen habe, kann ich immer noch Yoga machen. oder das Bad putzen. oder bloggen.

ja klar kann ich in der Zeit, in der alle anderen abends irgendwie socialmedia-socialisen nicht mitmachen. aber ich schaue ohnehin nicht so gern anderen beim Leben zu. alles gut.

wenn dringende Dinge anstehen, schaffe ich inzwischen (!) eine zusätzliche Aufgabe je Tag. das hab ich mir erarbeitet. wo noch vor einem Jahr ein zusätzliches X am Tag dafür sorgen konnte, dass ich in Tränen ausbreche, kann ich das jetzt planen.

ich habe gelernt, meine Gereiztheit schneller zu erkennen und gegenzusteuern. manchmal hilft ein Kaffee. manchmal Schokolade. manchmal hilft ein Glas Wein. manchmal hilft twittern…die Möglichkeiten zur Selbstsorge sind beschränkt, aber nicht gekappt. wenn ich abends merke, dass ich die Kinder nur noch anpampe, weil mich alles stresst, suchen wir uns eine Serie aus und gucken Netflix.

aktuell lerne ich, dass wir nicht mehr nach der Uhr essen müssen. dass ich mir gönnen kann, auch mal unvorbereitet mit den beiden loszuziehen. kleine Schritte. noch vor einem Jahr habe ich mich lieber auf alle Eventualitäten vorbereitet. jetzt üben wir, dass nicht immer alles da ist, was wir gern hätten, und dass es trotzdem schön ist.

was ich sagen will: kleine individuelle Schritte ergeben den Weg. es gibt kein Strickmuster. also, naja, rechts links eins fallen lassen klingt schonmal nicht schlecht für meinen Alltag.

Deadlines verschieben

die wenigsten Deadlines sind absolut und Fehler sind menschlich! steh dazu! frag vorsichtig, ob Du eine Fristverlängerung bekommst. komm zu spät. entschuldige Dich aufrecht. als alleinerziehende operierst Du bis die Kinder groß sind in einem anderen Belastungsrahmen. und solange Du es noch schaffst, handlungsfähig zu sein, darfst Du einen unsichtbaren Orden um den Hals tragen.

Geduld

Marathon. ich schrieb das weiter oben. alles wird langsamer (noch weiter oben). dieses Leben mit Kindern gehorcht nicht der gesellschaftlichen Leistungsamxime, es sei denn, ihr seid sowieso eine competitive family. na wir sinds nicht. wir sind weder besonders ehrgeizig noch besonders stolz auf Leistungen. wir träumen viel. verlieren uns in Kleinigkeiten. gestalten. kuscheln. das steht im offenen Gegensatz zu allem außerhalb der Familie.

Kinder werden krank, Dinge gehen kaputt, Autonomiephasen beginnen dann, wenn wir einen Zug kriegen müssen. c’est la vie. Humor hilft. und Geduld.

nach unserem ersten gemeinsamen Wochenende mit einem Mann, der sich mich als Partnerin vorstellen konnte, hat dieser schlagartig den Kontakt abgebrochen. Dates platzten, weil ein Kind geklammert hat und ich mich plötzlich fühlte wie eine Egoistin, weil ich nur kurz einen Kaffee alleine in einem Kaffee…naja.

also: alle Lebensbereiche sind von einer Veränderung betroffen, die sich kaum bremsen lässt. dafür braucht es Geduld. da hilft auch irgendwann kein Humor mehr. da zieht nur Geduld. und: no comparing. das zieht elend runter. ich weiß, das geschieht von allein. aber wenn Du raus hast, wie das aufgehalten werden kann: halt es auf. es bringt eh nix.
lieber abends das Glas Wein und die Notfallschokolade nehmen, die Füße hochlegen und loslassen.

krank sein

DAS ist die Königsdisziplin! es wird passieren! in JEDER Konstellation. darauf vorbereiten könnte klappen, wenn ein Netzwerk da ist. hat bei mir nicht geklappt, weil immer so viel anderes war. aber je nach Offenheit gegenüber Dritten, ergeben sich akut Möglichkeiten, die vorher nicht denkbar waren.

ein Beispiel: meine Kinder gehen in einen integrativen Kindergarten und diese Einrichtung hat einen Fahrdienst. ich hatte 2017 im Frühjahr solche Bauchkrämpfe, dass ich kaum gehen konnte. den Kindern ging es gut. nachdem ich mich am ersten Morgen den Berg rauf geschleppt hatte, hat die Leitung mir angeboten, die Kinder vom Fahrdienst abholen zu lassen, wenn es mir nicht so gut geht.

ein Beispiel: als ich vor Weihnachten einen Nervenzusammenbruch hatte und vor dem Kindergarten stand und heulte, nachdem ich die Kinder abgegeben hatte, hat die Mama eines Freundes meiner Kinder uns zu Weihnachten eingeladen.

ein Beispiel: als ich mit der Grippe zu kämpfen hatte, lebten meine Kinder drei Tage lang mit mir von Obst, Toastbrot mit Nutella und Wasser.

ein Beispiel: als wir im Urlaub im Zelt an der Nordsee alle drei eine heftige Streptokokken-Infektion hatten, halfen uns Bekannte, das dringend nötige Hotelzimmer (in St. Peter-Ordnung zur Hauptsaison) zu finanzieren.

<<das alles klingt sicher nicht nach gelingendem Leben. aber nach durch Transparenz gemeisterten Krisen! nach spontanen Möglichkeiten. nach Wegen, die nicht planbar aber gehbar sind.

Kleinigkeiten sparen

ja, sparen ist mein persönliches Reizthema. wie soll ich etwas sparen, was mir fehlt. ABER: auch Kleinigkeiten sammeln sich zu einer Summe und es geht oft mehr, als ich befürchtet habe. jedes von uns hütet ein Sparglas. in dieses Glas kommen gefundene Münzen. geschenkte Scheine. Gutscheine. wir heben es auf für „eventuell“. aus diesem Glas können wir dann Geld nehmen für Pizza. oder für den Rummel. und mit etwas Glück reicht es für einen kleinen Urlaub…?

Hilfen annehmen

Hilfe annehmen. es ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert. die Hilfe meiner Eltern anzunehmen führt dazu, dass ich in die Defensive gerate, weil beide sehr klar beziffern können, was sie schon „in mich investiert“ haben. ich bitte nicht mehr um Hilfe. meine Kinder sehen ihre hiesigen Großeltern dann, wenn sie selber dort anrufen und nachfragen. so entstehen für mich spontan freie Zeiten, um Einzelheiten zu regeln.

Hilfe von Freund*innen gab es bisher hauptsächlich finanziell. was es auch schwierig macht. eine Freundschaft musste ich beenden, weil sie wirklich nur noch finanziell „spürbar“ war, was mich fertig gemacht hat.
es war auch schwierig, das Crowdfunding letztes Jahr anzunehmen. ein Teil von mir war erleichtert über die Hilfe, ein anderer Teil war down. es ist nicht nur schön. ich hatte mir das Leben als erwachsene Frau selbstbestimmter vorgestellt. also, zu sehen, wieviele Menschen helfen wollen, hat so gut getan…sicher…es war ein Gänsehautmoment. auch die vielen Päckchen, die hier angekommen sind. es ist total lieb.

und es tut weh, Menschen in der Ferne zu wissen und nicht in den Arm nehmen zu können. hier allein zu sitzen mit den beiden Kindern und Zahlen anzustarren ist auch schräg.

gleichzeitig weiß ich natürlich selber, dass die Idee, das alles allein zu schaffen, wahnwitzig ist. ich kann sagen: ich habe mich nach einem Jahr allein mit zwei Kindern nicht daran gewöhnt, Hilfe anzunehmen. ich werde es wohl auch nie. ich spüre Dankbarkeit. fundamentale Dankbarkeit. aber eben auch die Einsamkeit auf der anderen Seite.

will sagen: es ist keine Schande, Hilfe nicht gut nehmen zu können! das, was passiert, wenn Du so etwas geschenkt bekommst, ist mehr als das, was an Geburtstagen passiert. die Prozesse dahinter sind andere. und ich denke nicht, dass es nötig ist, sie alle sofort zu analysieren, um danach besser Hilfe annehmen zu können. ich denke, es reicht, sich damit zu konfrontieren. schließlich gibt es noch all die Punkte weiter oben, die im Leben Platz einnehmen und ich würde immer als erstes dafür plädieren, Entspannung zu üben.

Reduzieren

wenn sich die Tage zu voll anfühlen: mach weniger.

es ist so einfach, wie es schwer ist. um uns herum Ansprüche. eigene Ansprüche, Wünsche, Ideen. nur: wenn es nicht geht, dann geht es nicht. und ich brauche keine Bedürfnispyramide aufbauen, um zu erkennen, was wichtig ist.

wenn ich als Mama am laufenden Meter in die Grätsche gehe, dann ist da was zu viel. und dann hilft nur Reduktion. und es gibt immer etwas, was noch weniger oft gemacht werden kann.

ja, es frustriert, wenn auch die schönen Dinge immer wieder untern Tisch fallen müssen. es macht wütend. besonders wütend macht es, wenn Du zugetragen bekommst, dass der Vater der Kinder gerade spontan Urlaub mit der neuen Freundin macht, während Du zuhause im Chaos hockst und am liebsten die Küche sprengen möchtest, weil sie schon wieder so vollgestellt ist. ABER: 1. siehe weiter oben den Satz „no comparing“ und 2. Du kannst was ändern.

ich habe ein Jahr lang nicht den Boden gewischt (sonst wöchentlich), ich reinige den Kühlschrank nach Sicht (sonst monatlich), ich erkläre den Kindern den Unterschied zwischen dreckiger und sauberer Hose, ich kaufe nicht mehr groß fürs Wochenende ein…ja, wir sehen viel fern. mich entspannt das. wir gucken zusammen. ich kenne die Universen meiner Kinder. danach können wir uns darüber unterhalten. Fenster…naja….solange Licht durchfällt…und überleg nur, wie einfach es ist, nur für Dich zu kochen, weil die Kinder eh ne schräge Phase haben und NUR Gurkenstückchen und Nutellabrote wollen? die Spülmaschine läuft ach halb leer, damit ich morgens nicht spülen muss. und wir haben inzwischen eine rollende Kiste, in die Wohnzimmer-Spielsachen abends geworfen werden.

der Weg entsteht beim gehen.

Job behalten

ich habe mit mir gehadert: würde ich den Job hinschmeißen, hätte ich schlagartig viel mehr Zeit und könnte mich anders um die Wohnung (und mich!) kümmern. finanziell würde es nicht viel ändern. aber ich könnte mittags zur Tafel und dort Essen holen. wir hätten, so gesehen, einige Vorteile. aber ich tu es nicht.

ich arbeite für die Anerkennung. für den Austausch über andere Themen als familienrelevante. ich arbeite für den Kontakt. weil ich gut bin in dem, was ich tu. weil ich herausgefordert werde.

mein großes Glück ist, einen unfassbaren Arbeitgeber und wundervolle Vorgesetzte zu haben. ich konnte meine Arbeitszeiten an die Bedürfnisse meiner Kinder anpassen, um einer Depression zu begegnen und längerfristig vorzubeugen. mein Vertrag wurde auf meine Bitte hin entfristet und ich habe die Möglichkeit, um Hilfe zu bitten. und meine Kolleg*innen sind allesamt wunderbare Menschen.

ich weiß, dass DAS mein Vermögen gerade ist. also abgesehen von meinen eigenen Ressourcen. wir sind dadurch finanziell sicher. ich bin anerkannt als eine Frau, die alles tut, um ihre Familie zu sichern. und ich werde wertgeschätzt.

akzeptieren

mehr nicht. akzeptieren.

sicher müssen wir als Gruppe nicht akzeptieren, dass unsere Steuerklasse eine Lachnummer ist. wir müssen als Gruppe nicht akzeptieren, dass wir von vorne bis hinten benachteiligt sind und die Hilfen das eher rudimentär auffangen. oder dass wir bewertet werden.

aber es lohnt sich, dieses Leben zu akzeptieren. als Team mit den Kindern. ja zu sagen zu dieser Familienform und ihren Möglichkeiten.

es ist schön, ohne Grummelgriesgram zu leben. es ist schön, selbst entscheiden zu können. Verabredungen zu treffen. einen Schlafplatz anzubieten, ohne vorher fragen zu müssen. jaja, manche Menschen leben auch ihre Beziehungen so, aber in letzter Konsequenz ist niemand von uns frei, wenn er/sie auf einen anderen Erwachsenen Rücksicht nehmen muss. meine Kinder finden Besuch sicher auch nicht immer super, aber da wir eh meiner Ansicht nach zu wenig Besuch haben und wenn, dann primär Kindergartenkinder, habe ich eine gute Verhandlungsbasis.

ich warte auch auf niemanden. niemand kommt später oder zu spät. niemand vergisst eine Abmachung oder ändert seine Meinung. Selbstbestimmung, Aye? ich fühle mich in all dem Tretmühlenartigen seltsam frei.

Schwiegereltern und Großeltern

diese Beziehungen zu diesen anderen Paaren, kann sehr, sehr schräg sein. sie kann helfend sein und stützend. sie kann herausfordernd sein. belastend. oder sogar toxisch. in den seltensten Fällen ist sie einfach schön. der Bruch zwischen den Generationen ist tief. eine Trennung wird in dieser Generation noch wie ein Makel gesehen. und sobald Gewalt im Spiel ist, wirken da Prinzipien, die ich offensichtlich noch kein bißchen verstehe.
mir wurde beispielsweise eine Schuld an der Gewalt zugesprochen. klassisches Victim-Blaming. die Polizei war eindeutig. die Staatsanwaltschaft war eindeutig. aber meine komplette Familie scheint im Umgang mit ihm keinerlei Probleme zu haben, mit mir aber schon.

auf diese Prozesse habe ich nur noch bedingt Einfluss, zumal meine Prioritäten ganz woanders liegen. allerdings muss ich sagen, dass es mir schwer gefallen ist, das zu akzeptieren. ich hänge wohl doch noch sehr an meinem kindlichen Verständnis von Gerechtigkeit und kann es nur schlecht wegstecken, dass ein Mensch, der sich dermaßen falsch verhält, weiter geliebt wird. ich weiß, das sagt auch eine Menge über mich. und gleichzeitig bin ich dennoch erschüttert:
es gibt so viele negative Narrative von Single-Moms. aber für meine Wahrnehmung verdächtig wenig für Männer, die ihre Frauen schlagen, ihre Kinder im Stich lassen und ein neues Leben anfangen. das macht nicht total aggressiv. wo mir von Seiten der Großeltern so oft Fehlerhaftigkeit im Handeln vorgeworfen wurde, wird sie ihm übersehen. und das bei etwas so entscheidenen Thema wie häusliche Gewalt.

es gibt vieles zu beschreiben. vieles zu sehen. sicher werden noch viele Erkenntnisse kommen. akut konnte ich schreiben, weil mein Großer heute Nacht gekotzt hat und wir daher heute mal wieder zuhause sind. es ist, wie es ist, nicht wahr? wahrnehmen – unterscheiden – entscheiden. die Grundlage ignatianischer Kontemplation.

<<es ist gut möglich, dass ich die einzelnen Punkte alle schon an anderen Stellen beschrieben habe. ich bilde mir auch wirklich nicht ein, irgendein ein Ei gefunden zu haben oder die erste zu sein, die das hier beschreibt. aber ich hab es jetzt beschrieben. von mir aus wiederholt. möge es etwas bringen!

allez!
Minusch

19 Antworten auf „alleinerziehend leben

  1. Ein ganz großartiger, wunderbar strukturierter, hilfreicher, unaufgeregter Text! Danke dafür!
    Ich glaube in diesem Umfang und in dieser Sachlichkeit gab es das noch nicht.
    Zu dem Thema Hilfe annehmen. Ich empfinde euch nach dem Lesen dieses Textes als lohnenswerte Investition und nicht als hilfsbedürftig im Sinne von unfähig.
    Ich finde es unglaublich, wie sachlich und strukturiert du diese beschlossene Situation beschreibst. Wie offen du damit umgehst und wie direkt du die Sachen angehst und vor allem wie du die Situation einfach annimmst. (Ich weiß man kam dieses „du bist so stark, du machst das so bewundernswert“ nicht mehr hören. )
    Ich bin in so einer Beziehung aufgewachsen und es hat Jahre gedauert bis meine Mutter es geschafft hat sich daraus zu befreien, ich danke dir für deinen Mut und deine Voraussicht deinen Kindern das zu ersparen und wünsche euch noch sehr viele wunderbare und glückliche Momente.

    Claudia

    1. lohnenswerte Investition gefällt mir ja mal prima…das klingt so nach „ik bring Dir groß raus“ oder „in der Apokalypse bin ich die erste hinter der Turnhalle, die die Rebellion anführen wird“

      Danke Dir. 🙂

      warum ich darin so straight bin, hat einen Grund, den ich erst beschreiben kann, wenn die Scheidung durch ist ;-))

      hach…nomma Danke.

  2. Ein toller Post ❤

    Er berührt und interessiert mich sehr, auch wenn ich ganz anders, maximal aufgehoben und abgesichert lebe. Demut ist das Stichwort.

    Dein ganzes Blog gefällt mir sehr. Schöne, traurige, warmherzige, humorvolle, abgründige Texte.

  3. Erst dachte ich, wie gut du die finanziellen Sachen zusammengefasst hast. Ich bin zwar nicht getrennt, aber wir studieren beide noch und von den meisten dieser Leistungen hört man eigentlich nie, wenn man ohne alg2 lebt, aber trotzdem arm ist. Tausende Euro sind uns so über die Jahre entgangen, die durchaus hätten beantragt werden können. Du wirst damit vielen Frauen helfen!!!
    Nach diesem praktischen Teil habe ich alles durch einen Tränenschleier gelesen. Du bist eine tolle Frau. Danke fürs teilen!

    1. ich unterschätze tatsächlich immer wieder, dass diese Informationen zu staatlichen Hilfen nicht selbstverständlich sind.

      und: ja! die sind für Eltern gedacht! nicht für alleinerziehende! es ist total besch***, dass die Aufklärung darüber von Kommunen so unterschiedlich aufgefasst wird.

      Danke für das Kompliment…:) ehrlich…Danke

  4. Danke für diesen Rund-um-Schlag zu allen Lebensbereichen, in denen wir Ae eben allein auf uns gestellt sind und in denen wir täglich extreme Herausforderungen meistern müssen. Ich merke, dass ich einiges von Dir mitnehmen werde für die kommende Zeit. Danke! Bea

    1. hej, gern…also: ich meine, wir finden alle unsere eigenen Wege. und das sind die, über die ich viel nachgedacht habe/nachdenken musste.

      ich möchte gern mehr schreiben, ABER die laufende Scheidung ist auch noch ein Punkt. bevor das nicht vom Tisch ist, schreibe ich nicht deutlicher über den Kontakt zu dem Menschen, der mich geschlagen hat. ist auch jetzt schon risky. aber gleichzeitig ändern sich die Prioritäten mit der Zeit und in einem Jahr gewichte ich vielleicht vieles anders…aber wenn es Fragen gibt, konkrete oder abstrakte: ich antworte gern und ich liebe Diskurse!!

  5. Danke für diesen und die vielen anderen Beiträge, die ich hier schon gelesen habe. Ich mag deinen Schreibstil sehr. Klar und unverblümt, auch in der objektiven Reflexion doch immer warmherzig und mit Überzeugung. Das tut mir gut!

  6. Danke für den Text!

    Bin seit kurzem alleinerziehend (verwitwet) und möchte noch die psychologische Beratungsstelle der Diakonie hinzufügen. Ich weiß nicht, ob es so was überall gibt und das ist auch sicher nicht für alle Kinder und jede das Richtige, aber es ist umsonst. Und kann helfen. Mir hilft es schon zu wissen, dass wir notfalls da Unterstützung haben.

    (Und wir gehen im Sommer zu einer Mutter-Kind-Kur. Bin gespannt! 😉 )

  7. Hallo Minusch,

    deine Beschreibungen tun mir in der Seele weh.
    Deswegen gleich noch wichtiger dor zu sagen….
    Du machst das grossartig!
    Viel Mut und immer immer auch ein Lächeln wünsche ich dir und deinen Jungs.

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