wovon

gestern war so ein recht seltener und eigentlich wohltuender Moment von: oh, da hat mich jemand nicht vergessen. Bilder stiegen auf. ein schmales Zimmer. ein schmales Bett. gelbe Straßenlaternen und ein schweres Gefühl beim Heimfahren. Erinnerungen noch von vor allem anderen. von vor Tod und Depression und Mutterschaft und Ehe und Gewalt und Scheidung. wow.…Read more »

Tag und Nacht

es ist Dienstag. kurz vor acht. noch sind die Fenster offen, bevor sie die Tageshitze filtern sollen. die Kinder sind wach und spielen Bayblade oben, weil ich um alleine-Zeit gebeten habe. gebeten. das hat gereicht. Großer: „Mama, hast Du heute nacht auf dem Sofa geschlafen?“ ich (auf dem Sofa mit Bettwäsche und müden Augen):“Hmhm…ja…es war…Read more »

defekte

wenn Du auf die Welt kommst, kannst Du nichts. der Gedanke, dass in Dir alles, was Du können sollst, angelegt ist, tröstet nur ein paar Eltern. der Rest weiß: da muss erzogen werden! Kinder sind zu laut, zu leise, zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu aggressiv, zu zurückhaltend…jedes Körperteil kann von der…Read more »

different

„im Falle einer Apokalypse teilt sich der Rest der Menschheit auf in pro-Einhorn und egal-Einhorn und wir treffen uns hinter der Turnhalle!“ das hab ich 2017 geschrieben. der dahinter liegende Gedanke ist der, dass jede Krise das Potenzial hat, eine Spaltung herbeizuführen. beispielsweise in Systemerhalter*innen und Revolutionär*innen. oder Reiche und Arme. oder, wie gerade jetzt,…Read more »

systemelefant

ich ringe um Worte. um Bilder. ich kämpfe gegen Gefühle und für Gefühle auch! ich war lange nicht mehr so neidisch, wie ich es gerade bin. ich wähnte mich auf der sicheren Seite, als ich annahm, dass ich, solange die Schulen geschlossen sind, von zuhause aus arbeiten darf. also: primär Mehrarbeit abbauen, aber eben von…Read more »

what shall we do…

…na? wer hat jetzt einen kleinen Ohrwurm? EARLY IN THE MORNING! sorry, ich nehme die humorvollen Phasen ernst, damit ich die depressiven Episoden mit freundlicher Distanz vorbeiziehen lassen kann. ja, der schwarze Hund, die schwarze Dame, das Herz in einer Holzkiste oder der Korken im Herzen, sind jetzt wieder sehr viel greifbarer als in den…Read more »

Bescheidenheit #weltfrauentag

guten Morgen worüber habt ihr schon Artikel gelesen heute? Moria? Victimblaming? Abtreibungsgegner? Klimawandel und Frauenrecht? ich hab das alles überflogen, weil ich seit dieser unfassbar ekelhaften Shell-Kampagne am liebsten mein Geschlecht abgeben will. ich verlinke das Ding auch nicht. seid froh, wenn Ihr es nicht seht (wobei es sicher schwer ist, daran vorbei zu kommen).…Read more »

selbstsorglich

hm, wie kriege ich das auf den Punkt. dieses Gefühl von Gewöhnung an etwas, was eigentlich nicht gut ist, was aber bei zu langer Dauer zum Standard wird und alles darunter ist dann zu wenig?… ich darf jetzt den Luxus freier Zeit genießen (ja, die Übertreibung ist gewollt). durch die Nachmittagsbetreuungsmöglichkeit für meine Kinder, kann…Read more »

sorry, not relatable at present

seit etwa einer Woche kaue ich zusammen mit einer anderen Bloggerin via verschiedenen Nachrichtensystemen auf einer Analyse des status quo unserer Timelines auf twitter herum. wir registrieren beide Veränderungen. sie ist etwas länger dabei als ich, aber unsere Seismographen haben einen irgendwie parallelen Ausschlag: wir haben angefangen, uns selbst zu zensieren, um Stress zu vermeiden.…Read more »

Mutter-Kind-Kur

als ich noch Kind war, gab es diese Blechdosen und die kleinen Papp-Blumen an dürren Drähten verbunden mit dem Slogan „wir sammeln fürs Mütter-Genesungswerk“. einmal hab ich da mitgemacht: wir waren vier blonde Mädels und sind von Haus zu Haus gegegangen und haben um Spenden gebeten. im Hintergrund immer eine unserer Mütter. …das ist schon…Read more »