don’t

seit 2004 ist es so, dass mich Dinge verfolgen. Farben. Worte. ein Gemüse. Töne. Satzfetzen…rot, Kind, Karotte, „lay down your sweet and weary head“…es gibt noch mehr davon. verschiedene kleine Streifen Stoff eines vergangenen Lebens. und immer in der Nähe der offiziell nachvollziehbaren Gedenktage verdichten sich diese Fetzen. Wolkengesichter genauso wie Pflastersteine, die festigen, was…Read more »

was

guten Morgen, mein Knopf. 2020. der 7.10.2020. Deine Brüder haben nach Deinem Grab gefragt. ich weiß schon lange nicht mehr den Weg dorthin. die Steine, die ich für die Erinnerung an Dich aufhebe, lege ich auf den Bilderrahmen. Rotes sortiert mein Herz Dir zu. und wenn der Wind es zulässt, setzen sich ein paar meiner…Read more »

brückenzeiten

vor 16 Jahren hatten die Tage auch eine Struktur, die auf unbestimmte Zeit angelegt war. ich war Mutter eines schwerkranken Kindes auf der Intensivstation. meine Aufgabe war nicht die Grundversorgung. meine Aufgabe war das Gut-tun. und das konnte ich. zumindest ihm. ein kleiner Junge mit großen dunklen Augen. ein Junge, der nur wenig gelächelt hat.…Read more »

bitteres bitte

und da liegt dieses Lesezeichen in der Küche. grüner Karton, Fingerfarbe, laminiert mit einem grauen, verwuselten Bändel daran. das Geschenkpapier von dem Lesezeichen hat der Große sich geklaut. es sind Rosen darauf. sowas wie ein Glücksgarant für den Großen. aber eingepackt hatte es der Kleine. „das mit den Blumen habe ich extra ausgesucht“ das in…Read more »

Bewegung

Samstagmorgen. 6 Uhr. es ist so still. gestern morgen habe ich meine Kinder in einen Kurzurlaub bei den Eltern ihres Vaters verabschiedet. und seit dem bewege ich mich durch eine harte Brandung. ich werde immer wieder ins Meer gerissen, schaffe es triefend nass zurück an den Strand und schaue doch wieder hinaus in die Weite…Read more »