darauf hin

achja. achja. achja. da komme ich die meiste Zeit des Jahres ganz gut mit dem Gefühlsleben hin, und dann tropft mir wer Aufmerksamkeit ins Gehirn und in mir erblühen kindliche Sehnsüchte von gemeinsamen Sandburgen, heimlich nachts am Kühlschrank treffen oder morgens Frühvogel-Bingo auf dem Balkon spielen. und dann scheitert es an diesem und jenem (dieses…Read more »

pappmaché

Tage beginnen mit dem Augenaufschlag. geräuschlos. wobei: inzwischen sind sehr viele Vögel schneller und verkünden die Nachrichten und Chiffreanzeigen der Nacht. ein kurzer Rückblick in den Traum. schöne Begebenheiten von Nähe, die immer in ein zuviel münden. jedes Mal. ich drücke ein bis zwei Kinder an mich und wende mich den Nachrichten und Chiffreanzeigen aus…Read more »

don’t

seit 2004 ist es so, dass mich Dinge verfolgen. Farben. Worte. ein Gemüse. Töne. Satzfetzen…rot, Kind, Karotte, „lay down your sweet and weary head“…es gibt noch mehr davon. verschiedene kleine Streifen Stoff eines vergangenen Lebens. und immer in der Nähe der offiziell nachvollziehbaren Gedenktage verdichten sich diese Fetzen. Wolkengesichter genauso wie Pflastersteine, die festigen, was…Read more »

hello defensive my old friend

gestern habe ein geweint. und heute ist da noch immer kein Regenschirm. warum weine ich, wenn mir eine Therapeutin sagt, ich soll mehr Zeit mit meinen Kindern alleine verbringen? ich hätte einfach sagen können: „Guter Witz! ich hab ja selbst nur Zeit mit mir, wenn es mir richtig dreckig geht, ich affig früh aufstehe oder…Read more »

verzeiten

die blaue Stunde beginnt ich bin seit einer Stunde wach, google gebrauchte Schachfiguren und überlege, vom Sofa aufzustehen um den Wunschzettel der Kinder zu holen. die beiden hätten gern eine Switch. der teuerste Wunsch seit sie Wunschlisten schreiben. na, ich kriege das hin, denke ich. vor uns liegt die schönste Zeit des Jahres. meine Zuhausezeit.…Read more »

raten

der Sommer ist sozusagen vorbei. die Ventilatoren wanden in den Keller. die langen Hosen der Kinder werden auf Größe getestet. die Fenster werden abends nicht mehr sperrangelweit aufgerissen. und auch sonst erinnert der Alltag mehr an Zeitdruck und Versagen als an Freiheit und Erfüllung. und mich begleiten Erinnerungen, die zusätzlich zu all dem, was oben…Read more »

Tag und Nacht

es ist Dienstag. kurz vor acht. noch sind die Fenster offen, bevor sie die Tageshitze filtern sollen. die Kinder sind wach und spielen Bayblade oben, weil ich um alleine-Zeit gebeten habe. gebeten. das hat gereicht. Großer: „Mama, hast Du heute nacht auf dem Sofa geschlafen?“ ich (auf dem Sofa mit Bettwäsche und müden Augen):“Hmhm…ja…es war…Read more »

wechselseitige dehnung

Freitag, erster Mai. niemand hat am Feuer gesessen. viele Familien haben Arbeitsblätterberge in fertig und blöd sortiert. wir auch. ein paar Sachen haben wir jetzt gemeinsam gemacht…der Große hat dem Kleinen ein Suchsel fertig gestellt. ich habe mit ihm einen Baum angemalt. dazu lief Scotland Yard. auf dem Boden der Spielplan aufgefaltet, damit wir sehen,…Read more »

systemelefant

ich ringe um Worte. um Bilder. ich kämpfe gegen Gefühle und für Gefühle auch! ich war lange nicht mehr so neidisch, wie ich es gerade bin. ich wähnte mich auf der sicheren Seite, als ich annahm, dass ich, solange die Schulen geschlossen sind, von zuhause aus arbeiten darf. also: primär Mehrarbeit abbauen, aber eben von…Read more »